Kartenlegen dient nur Unterhaltungszwecken?

Der Titel ist ein Satz aus einem Blogbeitrag bei Lilith- Blog, dessen Inhalt ich im übrigen voll unterstütze.

Das mit dem „Kartenlegen zu Unterhaltungszwecken“ sehe ich allerdings ein bisschen anders. Sonst gäbe es ja gar nicht diese endlose Diskussion, ob Kartenleger nun Scharlatane sind oder nicht. Die Menschen suchen dort Hilfe, nicht Unterhaltung. Genau das ist das Problem. Leider ist das dann oft noch gepaart mit der Einstellung, dass sie ihren Ausweg aus ihren Problemen auf dem Silbertablett serviert bekommen wollen, ohne selbst etwas dazu tun zu müssen.

„Werde ich morgen/bald das und das schaffen/bekommen?“

„Wird er zurückkommen“ oder „Wann finde ich meinen Seelenpartner?“

„Gewinne ich den Prozess/den Job/im Lotto?“

Das sind alles sehr beliebte Fragen an Kartenleger oder Wahrsager. Und dahinter stehen meist ernsthafte Schwierigkeiten für den Fragesteller und bestimmt nicht der Wunsch nach Unterhaltung.

Und aus genau diesem Grund ist Kartenleger, Tarotberater, ein  verantwortungsvoller Beruf, der sehr wohl vergleichbar ist mit Berufen wie Sozialhelfer oder Psychologe, auch wenn er nicht auf derselben Stufe steht, weil man dafür nicht studiert haben muss. Elemente dieser Berufe fließen durchaus in die Arbeit eines Kartenlegers ein. Der Kartenleger ist damit deutlich ein Helfer, nicht ein Unterhalter.


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Stern TV „Heiler oder Heuchler“

Erklärung des Vorstands des Tarot e.V.
zu der
Sendung „Heiler oder Heuchler“
im stern.tv (RTL) v. 3./6.8.11

Unter dem Titel „Heiler oder Heuchler“ brachte stern.tv am 03.08.2011 (Wdh. am 06.08.2011) einen rd. 15-minütigen Bericht. Darin wurden vier ausgesuchte Wahrsager gezeigt, deren Praktiken auf Betrug sowie auf Belanglosigkeiten beruhten. Angeblich war einer der vier Wahrsager – eine im Film komplett unkenntlich gemachte Gestalt – ein Mitglied unseres Tarot e.V (www.tarotverband.de).
Wir haben seit unserer Gründung 2003 einen Ehrenkodex, der für alle Mitglieder verpflichtend ist und der unseriöse Praktiken, wie die in diesem TV-Beitrag gezeigten, ausschließt. Der Vorstand des Tarot e.V. erklärt zu dieser Sendung:

1. Tarot mit seinen 78 Bild- und Symbolkarten ist ein Kulturgut. Salvador Dalí, Italo Calvino, Bob Dylan und viele andere Künstler haben sich ihm gewidmet. Von dem bekannten Sozialpsychologen Erich Fromm stammt der heute gebräuchliche Begriff der „Symbolsprache“1. 1978 entstand die erste psychologische Doktorarbeit „Zur psychologischen Deutung des Tarock-Spiels“ (M. Hollenstein, Zürich); viele weitere anerkannte wissenschaftliche Arbeiten sind dem gefolgt.

2. Mehr als eine Million Menschen2 im deutschsprachigen Raum legen sich selbst mehr oder weniger regelmäßig die Tarot-Karten. In demselben Bereich gibt es einige Tausend Tarot-Berater/innen, die verantwortungsvoll mit Karten beraten. Anstatt sich darauf zu beziehen, werden hier vier ‚schwarze Schafe’ an den Pranger gestellt und dabei suggeriert, es handele sich dabei um typische „esoterische Lebenshilfe“.

3. Bisher ist die Behauptung, einer der vier gezeigten Wahrsager sei ein Mitglied unseres Verbandes, unbelegt. (Sollte sie wider Erwarten zutreffen, würde das betreffende Mitglied sofort aus unserem Verband ausgeschlossen.)
Wir haben Sender und Redaktion aufgefordert, den Namen dieses angeblichen Mitglieds mitzuteilen und uns die Gelegenheit zu einer Gegendarstellung auf dem gleichen Sendeplatz zu geben.

4. Zu den Mindestbedingungen einer seriösen Beratung mit Bild- und Symbolkarten gehört es, dass sich die Beratung (a) konkret auf die Karten bezieht und (b) aus-schließlich auf diese Karten stützt.
Dabei gilt es, die gegebenen Möglichkeiten und neue Chancen aufzuzeigen. In unserem Ehrenkodex heißt es dazu: “… dass Tarot ein Symbolsystem mit einem weiten Spektrum ist, bei dem das Thema jeder einzelnen Karte in förderlicher oder problemati­scher Weise ge- und erlebt werden kann.
Deshalb verzichte ich auf plaka­tive Rezeptdeutungen und bewerte keine Karte als einseitig gut oder schlecht. Ich verzichte auch auf Aussagen, die als unausweichliches Schicksal verstanden werden können. Viel­mehr bin ich bestrebt, jedem Ratsuchenden Entwicklungs­mög­lichkeiten aufzu­zeigen und sein eigenverantwortliches Handeln zu stärken.“

5. Dass eine sachliche Berichterstattung über das heutige Tarot möglich ist, belegen viele positive Beispiele. Zum Beispiel fand im November 2009 in Hamburg mit knapp 300 Teilnehmer ein großer Tarot-Kongress (www.tarotkongress.de) statt, den unser Verband aus Anlass des 100. Geburtstags des modernen Tarot mit Referenten aus dem In- und Ausland gestaltete.

 

Allein dieser Kongress fand seinen Niederschlag in Hunderten informativer und journalistisch korrekter Presseberichte (von der FAZ bis zur BILD); Kopien davon stellen wir der Redaktion des stern.tv bei Bedarf gern einmal zur Verfügung.

 

1 Erich Fromm: Märchen, Mythen, Träume. Eine Einführung in das Verständnis einer vergessenen Sprache [Erstausgabe 1951], rororo / Reinbek 1981, S. 15.

2 Marktstudie Königsfurt-Urania Verlag GmbH, Krummwisch 2007.


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Grund

Was bringt jemanden dazu, Lebensberatung mit Tarotkarten zu betreiben? Bei mir war es das Interesse an Psychologie sowie meine Liebe zu Bildern und Wörtern. Ich kann mit den Bildern reden.  Sie antworten mir auch. Bzw. meine Psyche. Meist sagen  sie zwar Dinge, die ich längst weiss, aber das führt mir so Manches eben auch wieder deutlich vor Augen.
Und genau das macht es eben aus!
Es geht gar nicht um die Zukunft, die kann man nicht wirklich sehen. Es geht um die Gegenwart und was man daraus machen kann.
Wenn ich erkennen kann, was ich selbst tun kann, sieht die Zukunft doch gleich viel besser aus, oder?
Ich kann sehen, wo das hinführt und kann es selbst umsetzen, das ist die wahre Zukunftsschau!


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