Kartenlegen dient nur Unterhaltungszwecken?

Der Titel ist ein Satz aus einem Blogbeitrag bei Lilith- Blog, dessen Inhalt ich im übrigen voll unterstütze.

Das mit dem „Kartenlegen zu Unterhaltungszwecken“ sehe ich allerdings ein bisschen anders. Sonst gäbe es ja gar nicht diese endlose Diskussion, ob Kartenleger nun Scharlatane sind oder nicht. Die Menschen suchen dort Hilfe, nicht Unterhaltung. Genau das ist das Problem. Leider ist das dann oft noch gepaart mit der Einstellung, dass sie ihren Ausweg aus ihren Problemen auf dem Silbertablett serviert bekommen wollen, ohne selbst etwas dazu tun zu müssen.

„Werde ich morgen/bald das und das schaffen/bekommen?“

„Wird er zurückkommen“ oder „Wann finde ich meinen Seelenpartner?“

„Gewinne ich den Prozess/den Job/im Lotto?“

Das sind alles sehr beliebte Fragen an Kartenleger oder Wahrsager. Und dahinter stehen meist ernsthafte Schwierigkeiten für den Fragesteller und bestimmt nicht der Wunsch nach Unterhaltung.

Und aus genau diesem Grund ist Kartenleger, Tarotberater, ein  verantwortungsvoller Beruf, der sehr wohl vergleichbar ist mit Berufen wie Sozialhelfer oder Psychologe, auch wenn er nicht auf derselben Stufe steht, weil man dafür nicht studiert haben muss. Elemente dieser Berufe fließen durchaus in die Arbeit eines Kartenlegers ein. Der Kartenleger ist damit deutlich ein Helfer, nicht ein Unterhalter.


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